Was weiß der Geyer? Teil II

Im ersten Teil dieses Blogbeitrages habe ich einen einzelnen Artikel aus dem Kölner Stadt-Anzeiger analysiert [1]. Das Fazit des ersten Teils war, dass der Artikel meiner Meinung nach manipulativ und desinformierend geschrieben wurde, um den Leser ganz bewusst in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken, nämlich dass zum einen der Fall des erschossenen mutmaßlichen Einbrechers von Hannover Selbstjustiz war und dass der private Waffenbesitz unbedingt verboten gehört. Medienkonzentration In diesem Teil möchte ich auf den Autor Steven Geyer und dessen publizistische Reichweite eingehen. Mir ist nämlich bei Recherchen zu den Vorfall in Hannover der Name in verschiedenen Publikationen aufgefallen. Nachfolgende Tabelle gibt einen nicht vollständigen Überblick über die Publikationen zur Tragödie in Hannover für die Steven Geyer als Autor benannt wurde:
Datum Zeitung Titel Ref.
09.06.15 Kölner Stadt-Anzeiger „Hausbesitzer erschießt 18-jährigen Einbrecher“ [2]
09.06.15 Mitteldeutsche Zeitung „Hausbesitzer erschießt 18-jährigen Einbrecher“ [3]
10.06.15 Kölner Stadt-Anzeiger „Wir reagieren empfindlich auf Eindringlinge“ [4]
10.06.15 Frankfurter Rundschau „Sportwaffen mit Lizenz zum Schießen“ [5]
11.06.15 Kölner Stadt-Anzeiger „Die Folgen der Selbstjustiz“ [1]
12.06.15 Weser Kurier „Einbrüche lösen psychische Belastung aus“ [6]
Das eigentlich Interessant in dieser Auflistung sind die unterschiedlichen Zeitungen für die Steven Geyer seine Artikel schreibt. In jeder dieser Gazetten wird Steven Geyer als Politik-Autor geführt.
steven geyer politik-autor

steven geyer politik-autor (Quelle: Berliner Zeitung)

Wie kann es nun sein, dass ein einzelner Journalist für mehrere Zeitungen als Politik-Autor arbeitet? Diese Frage ist schnell geklärt: Alle diese Zeitungen sowie eine beachtliche Anzahl weiterer Meiden gehören zu der Mediengruppe DuMont Schauberg [7]. Zu dieser Mediengruppe gehören neben 13 Zeitungen, 11 Online Medien, 12 Radio- und TV-Gesellschaften weitere Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Herr Steven Geyer ist also ein Angestellter dieser Mediengruppe und damit auf unterschiedlichen Medienplattformen als Politik-Autor tätig und präsent. Es ist also der Medienkonzentration geschuldet, dass einzelne Autoren eine Präsenz und Reichweite erreichen, die vom unbedarften Medien-Konsumenten nicht wahrgenommen wird. Für den durchschnittlichen Leser muss es so aussehen, dass in einer Vielzahl Publikationen unterschiedliche Autoren unterschiedliche Standpunkte vertreten und verbreiten. Die nüchterne Realität ist, jedoch, dass nur eine vergleichsweise kleine Anzahl Autoren in den Medien arbeiten und Meinungen prägen. Pluralität ist in der heutigen Medienlandschaft faktisch kaum noch möglich. Hinzu kommen noch die Aktivitäten des Autoren Steven Geyer in den sozialen Medien (Facebook [8] und Twitter [9]). Politische Orientierung Wenn man sich die Artikel zum Fall in Hannover sowie weitere Artikel zu anderen Themen anschaut, kann eine gewisse politische linke bzw. grüne Gesinnung des Politik-Autoren Steven Geyer vermutet werden. Damit entspräche der Autor einem Vorurteil, welches allerdings durch Studien belegt und somit eine Tatsache ist. Nach einer Studie aus dem Jahr 2005 verteilt sich die politische Sympathie der im Meinungsgeschäft Tätigen mit 61,5% eindeutig im Links-Grünen Spektrum [10]. Und tatsächlich lassen sich Verbindungen von Steven Geyer z.B. zur Heinrich-Bölls-Stiftung finden [11, 12]. Die Heinrich-Böll-Stiftung ist eine parteinahe Stiftung von Bündnis 90/Die Grünen mit zahlreichen Auslandspräsenzen. Man könnte die Heinrich-Böll-Stiftung auch als Think-Tank oder Lobby-Organisation verstehen. Fazit Am Beispiel des Polit-Autoren Steven Geyer, der mehrere Berichte zu der Tragödie mit dem erschossenen Einbrecher in Hannover geschrieben hat konnte nachgewiesen werden, dass durch die Medienkonzentration nur tatsächlich wenige Autoren für riesige Mediengesellschaften tätig sind. Diese Autoren schreiben für die unterschiedlichen Medienplattformen ihre Berichte, Analysen und Kommentare. Dabei ist es durch die Medienkonzentration unvermeidlich, dass die Meinungspluralität verloren geht. Nur noch wenige Autoren, die durch die Mediengesellschaften eine enorme Präsens und Reichweite erhalten, prägen die Meinung und das Weltbild der Rezipienten. Dabei bleibt diese Tatsache für den einzelnen Medienkonsumenten verborgen. Die Präsenz und Reichweite dieser Autoren wird zusätzlich noch durch die Nutzung sozialer Medien enorm gesteigert. Besonders kritisch wird es, wenn eine Mehrheit der Medienschaffenden und Autoren einer bestimmten Richtung im politischen Spektrum zugeneigt sind. Kommen dann noch Aktivitäten für politische Stiftungen und Think-Tanks hinzu kann kaum noch von Ausgewogenheit und fairer Berichterstattung ausgegangen werden. Wen wundert dann noch die immer häufiger tendenziöse Berichterstattung und Meinungsmache, sobald es um Themen wie das Waffenrecht Notwehr und Selbstjustiz geht? Davon lassen sich offenbar zahlreiche Mitmenschen tatsächlich beeinflussen und verlieren dabei gelegentlich den Bezug zur Realität wie der folgende Ausschnitt aus den Kommentaren zum Vorfall in Hannover aus [5] belegt. Jeder Mensch der unmittelbar an Leib und Leben bedroht wird hat jedes Recht sich eines Angriffs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu wehren, sogar mit Schusswaffen, das gebietet schon der Selbsterhaltungstrieb.
Kommentar aus der FR

Kommentar aus der FR (Quelle: [5])

Quellennachweis: [1] Steven Geyer (Mediengruppe DuMont Schauberg): „Die Folgen der Selbstjustiz“ in: Kölner Stadt-Anzeiger vom 11.06.2015 [2] Steven Geyer (Mediengruppe DuMont Schauberg): „Hausbesitzer erschießt 18-jährigen Einbrecher“ in: http://www.ksta.de/panorama/totschlags-verdacht-in-hannover-hausbesitzer-erschiesst-18-jaehrigen-einbrecher,15189504,30904638.html; (Kölner Stadt-Anzeiger); Stand: 09.06.2015 [3] Steven Geyer (Mediengruppe DuMont Schauberg): „Hausbesitzer erschießt 18-jährigen Einbrecher“ in: http://www.mz-web.de/panorama/totschlags-verdacht-in-hannover-hausbesitzer-erschiesst-18-jaehrigen-einbrecher,20642226,30904638.html; (Mitteldeutsche Zeitung); Stand: 09.06.2015 [4] Steven Geyer (Mediengruppe DuMont Schauberg): „Wir reagieren empfindlich auf Eindringlinge“ in: http://www.ksta.de/panorama/selbstjustiz-in-hannover---wir-reagieren-empfindlich-auf-eindringlinge-,15189504,30919570.html; (Kölner Stadt-Anzeiger); Stand: 10.06.2015 [5] Steven Geyer (Mediengruppe DuMont Schauberg): „Sportwaffen mit Lizenz zum Schießen“ http://www.fr-online.de/panorama/einbrecher-erschossen-sportwaffen-mit-lizenz-zum-schiessen,1472782,30917366.html; (Frankfurter Rundschau); Stand: 10.06.2015 [6] Steven Geyer (Mediengruppe DuMont Schauberg): „Einbrüche lösen psychische Belastung aus“ http://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Einbrueche-loesen-psychische-Belastung-aus-_arid,1144037.html; (Weser Kurier); Stand: 12.06.2015 [7] Wikipedia: „M. DuMont Schauberg“ in: https://de.wikipedia.org/wiki/M._DuMont_Schauberg#Zeitungen; Stand: 19.06.2015 [8] Steven Geyer: „Steven Geyer | Frankfurter Rundschau | Berliner Zeitung ist bei Facebook“ in: https://de-de.facebook.com/Steven.Geyer.FR.Berlin; Stand: 21.06.2015 [9] Steven Geyer: „@GeyerSteven“ in: https://twitter.com/geyersteven, Stand: 21.06.2015 [10] Jan Fleischhauer (SpOn): „Der Schwarze Kanal: Warum sind so viele Journalisten links?“ in: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/s-p-o-n-der-schwarze-kanal-warum-sind-so-viele-journalisten-links-a-895095.html; Stand: 18.04.2013 [11] Steven Geyer: „Zuerst verschwanden die Bäume“ in: https://www.boell.de/de/navigation/klima-energie-klimawandel-auswirkungen-nigeria-10728.html; Stand: 29.11.2010 [12] Steven Geyer, Jörg Schindler: „Die Menschen wollen das Märchen glauben“ in: https://www.boell.de/de/person/steven-geyer; Stand: 18.12.2012
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