Schussunfall in Polizeihubschrauber

In der öffentlichen Diskussion wird immer wieder die Meinung vertreten, dass in einer Zivilgesellschaft Schusswaffen ausschließlich in die Hände von Polizei und Sicherheitsbehörden gehören. Nur Polizei und andere Vertreter von Sicherheitsbehörden seien zuverlässig und vertrauenswürdig genug. Dabei unterliegen die Vertreter dieser Meinung einer Selbsttäuschung, denn auch Polizisten sind nur Menschen und Menschen sind nun mal fehlbar. Ein interessantes Beispiel für die Fehlbarkeit eines Menschen im Polizeidienst ereignete sich am gestrigen Samstag im österreichischen Telfs [1]. In Telfs tagen bekannterweise – im Rahmen eines „privaten Treffens“ die Bilderberger, die Weltelite aus Wirtschaft, Medien und Politik. Beschützt werden die Bilderberger dabei von Polizeikräften aus Österreich. Beim Beladen eines Polizeihubschraubers löste sich aus einem Sturmgewehr ein Schuss. Der Helikopter wurde dabei leicht beschädigt, Menschen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden. Hier hat wohl mindestens ein Polizist geschlampt, indem er eine fertig geladene und offensichtlich ungesicherte Waffe führte. Ob dieser Vorfall der Arbeitsüberlastung anlässlich des Bilderberger-Treffens, der Nervosität ob der Situation oder einer schlechten Ausbildung geschuldet war ist bisher ungeklärt. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Schuss aus einem Sturmgewehr ausgelöst wurde. Reguläre Polizeieinheiten sind in Österreich nicht mit Sturmgewehren ausgestattet. Ausschließlich die Elitepoilzisten der COBRA, einer paramilitärischen Polizeieinheit, sind mit solchen Waffen ausgestattet, umso peinlicher ist dieser Schusswaffenunfall zu bewerten. Quellennachweis: [1] Hubert Rauth (Kronen Zeitung): „500 Demonstranten zogen friedlich durch Telfs“ in: http://www.krone.at/Oesterreich/500_Demonstranten_zogen_friedlich_durch_Telfs-Bilderberg-Konferenz-Story-457761; Stand: 13.06.2015
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