Opfer sind eher psychisch krank

Nun geht die „Öffentliche Meinung“ offenbar auch dazu über die Polizei zu entwaffnen.

Denn die Zeit-Online berichtet dass zwischen 2009 und 2013 bis zu 36 Menschen von Polizisten im Einsatz erschossen werden [1]. Dabei, so stellt die Zeit-Online fest, waren nur ein kleiner Teil der Erschossenen Schwerverbrecher. „Bei rund zwei Dritteln habe es sich um psychisch Kranke […] gehandelt". Als Beispiel wird auf einen Fall aus 2013 verwiesen, bei welchem ein unter Drogen stehender Mann mit einem Messer auf einen Polizisten losging und dabei vom Polizisten erschossen wurde [2]. Offenbar wissen unsere lieben Bessermenschen es wieder einmal besser. Die lieben psychisch Kranken, Verwirrten und Lebensmüden könnten alle noch leben würden die „schießwütigen Bullen“ besser im Umgang mit psychisch Kranken geschult. Dann wird es wohl bald so weit sein, dass demnächst unbewaffnete Polizisten irren Messerhelden, oh Verzeihung psychisch Kranken mit mehr Sensibilität und Verständnis gegenübertreten und statt dem finalen Rettungsschuss mit einer herzlichen Umarmung auf die Bedrohungslage reagieren. Auffällig ist in diesem Kontext auch, dass die im Einsatz von Polizisten Erschossenen als Opfer bezeichnet werden. Im Resultat mag diese Kategorisierung stimmen. Diese Menschen wurden Opfer einer Polizeiwaffe. Davor jedoch waren diese Opfer Täter, gegen deren Angriffe sich die Polizisten in Notwehr mit der Schusswaffe zur Wehr setzen mussten um ihr eigenes Leben und vielleicht auch das Leben Anderer zu schützen. Heutzutage müssen sich Polizisten schon öffentlich zum Deppen machen lassen, werden von Jugendlichen mit Testosteronüberschuss beschimpft, bespuckt und verprügelt. Und nun sollen sie auch noch zu Hobbypsychotherapeuten ausgebildet werden, damit vielleicht der eine oder andere Durchgeknallte überlebt. Wie aber wird wohl die bessermenschliche Öffentlichkeit reagieren, wenn dafür mehr Polizisten im Einsatz ihr Leben lassen müssen, wenn die psychosensible Ausbildung nicht funktioniert? Werden diese Bessermenschen solche Lapalien dem unvermeidlichen Berufsrisiko des Polizisten zuschreiben? Schließlich werden Polizisten für diese Risiken bezahlt.

 

Quellennachweis:

[1] Zeit-Online: „Tote bei PolizeieinsätzenOpfer sind eher psychisch krank als kriminell“ http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-05/tote-polizeieinsatz-psychisch-kranke; Stand 26.05.2013

[2] Spiegel Online: „Tödlicher Polizeieinsatz in Berlin: 31-Jähriger war psychisch krank“ http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nackter-mann-im-neptunbrunnen-war-psychisch-krank-a-908871.html; Stand: 01.07.2013

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