Taxilenker erschoss Räuber: „Glatte Notwehrsituation

Vor Kurzem wurde im ZDF Auslandsjournal unter dem Titel „Das Geschäft mit den Waffen – Wie in Österreich eine Lobby Stimmung macht“ [1] der Fall eines Taxifahrers geschildert, der einen Fahrgast erschossen hatte, der ihn zuvor mit einem Messer bedroht hatte. Darüber hatte ich bereits berichtet [2]. Der Taxifahrer hatte sich in der Reportage dazu derart geäussert, dass eigentlich kein Zweifel bestand, dass er nun darunter litte, dass er einen Menschen getötet hatte. Für jeden normalen und empfindungsfähigen Menschen ist es normal sich „Scheisse“ zu fühlen, wenn man einen Menschen, wenn auch in einer Notwehrhandlung, das Leben genommen hat. Auch wenn der Räuber sein Schicksal selbst verschuldet hat. Alles andere wäre unsensibel und unmenschlich und würde auch an der Aufrichtigkeit und dem Motiv des Schützen zweifeln lassen. Nun wurde das Ermittlungsverfahren gegen diesen Taxifahrer eingestellt. „Es handelte sich damit um eine glatte Notwehrsituation“ erkannte der zuständige Staatsanwalt. „Der [Taxifahrer war in [Wien] überfallen worden. Der Täter [...] nahm sein Opfer in den Schwitzkasten und drohte mit einem Messer. Der [Taxifahrer] zog eine Pistole aus einem Seitenfach an der Wagentür und schoss rückwärts auf den Angreifer. Der Räuber wurde im rechten Brustbereich getroffen. Er stürzte aus dem Taxi und lief davon. Der Taxler nahm die Verfolgung auf [...]. Der Flüchtende brach jedoch nach etwa 50 Metern zusammen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war der Mann bereits tot“ [3]. Zwar wird der Taxifahrer nun in dem Bewusstsein weiterleben müssen einen Menschen getötet zu haben, aber immerhin hat er eine lebensbedrohliche Situation überstanden ohne körperlichen Schaden zu nehmen. Anders als in Deutschland erkennt das Waffenrecht in Österreich auch für Normalbürger Selbstverteidigung als Bedürfnisgrund für den Besitz und das Führen einer Schusswaffe an. Es kann wohl nur darüber spekuliert werden wie ein vergleichbarer Fall in Deutschland ausgegangen wäre. Jedenfalls darf man die Österreicher darum beneiden, dass deren Staatsgewalt den einfachen Bürgern noch das Recht auf bewaffnete Selbstverteidigung zugesteht. Quellennachweis: [1] ZDF Auslandsjournal: „Das Geschäft mit den Waffen – Wie in Österreich eine Lobby Stimmung macht“ in http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1993060/Oesterreichs-Waffenlobby#/beitrag/video/1993060/Oesterreichs-Waffenlobby; Stand 25.09.2013 [2] volkert: „Das Geschäft mit den Waffen – Wie in Österreich eine Lobby Stimmung macht“ in: http://volkert.caliber-corner.de/2013/09/27/das-geschaft-mit-den-waffen-wie-in-osterreich-eine-lobby-stimmung-macht/; Stand: 27.09.2013 [3] APA/diepresse.com: „Taxilenker erschoss Räuber: "Glatte Notwehrsituation" in: http://diepresse.com/home/panorama/wien/1464848/Taxilenker-erschoss-Raeuber_Glatte-Notwehrsituation?_vl_backlink=/home/index.do; Stand: 15.10.2013  
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