Ein Schuss in den Ofen

Ursprünglich veröffentlicht am 14. August 2013 Nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) wurden bei der Übermittlung der Datenbestände der über 500 Waffenbehörden an das Nationale Waffenregister (NWR) fehlerhafte Daten übertragen [1]. Damit wird u.a. die besondere Schutzfunktion des NWR, Polizisten bei Einsätzen in Häusern und Wohnungen vorab den möglichen Waffenbesitz am Einsatzort abzufragen in Frage gestellt. Der Nutzen des Nationalen Waffenregisters als Ermittlungs- und Fahndungsinstrument ist damit ebenfalls zweifelhaft. Schlimmer noch: Auf Grund der fehlerhaften Daten „könne jemand, [...] der eine bestimmte Waffe schon vor Jahren verkauft hat, in den Fokus einer Ermittlung geraten, indem er als amtlich registrierter Besitzer der gesuchten Waffe natürlich dringend verdächtig erscheint“. Deshalb rechnet die GdP zukünftig mit viel Ärger bezüglich der Nutzung des NWR.
ert Nationales Waffenregister

ert Nationales Waffenregister

Damit stehen die Chancen gut, dass das NWR möglicherweise bald zu anderen, katastrophalen Großprojekte wie Stuttgart 21 oder Flughafen Berlin hinzugerechnet werden kann. Gut gemeint ist offenbar auch hier das Gegenteil von gut gemacht. Quellennachweis: [1] Pressestelle der GdP; „Nationales Waffenregister wird zum „Schuss in den Ofen“ http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/p130802/$file/p130802NationalesWaffenregister.pdf; Pressemeldung der GdP 14.08.2013
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