Da rückt die Polizei an

Ursprünglich veröffentlicht am 4. August 2013
Da rückt die Polizei an

Da rückt die Polizei an

  Im Landkreis Passau konnte ein erhebliches Waffenlager ausgehoben werden. Einem engagierten Bürger, fiel in Facebook das Bild einer ihm bekannten Frau auf, die einen Revolver im Anschlag hält. Da diese Dame keine waffenrechtliche Erlaubnis besitzt brachte er diese folgerichtig zur Anzeige. Die Polizei, die diesem Fall mit einem amtlichen Durchsuchungsbeschluss nachging wurde tatsächlich fündig. Neben dem Gasrevolver, den die Frau auf dem Foto im Anschlag hielt fanden sie auch ein Luftgewehr sowie mehrere Anscheinswaffen. Dass dies alles Gegenstände sind, die jeder Bürger frei erwerben und auch besitzen darf wird im kurzen Artikel [1] in der Passauer Neuen Presse nicht weiter erwähnt. Allerdings wird erwähnt, dass gegen den Lebensgefährten ein generelles Waffenverbot vorliegt. In wie weit jedoch dieses Waffenverbot sich auch auf die Frau auf Grund der Lebensgemeinschaft erstreckt kann ich nicht beurteilen. Wirklich interessant finde ich allerdings gleich den ersten Satz, dass in „diesem Fall [...] mal wieder deutlich [wird], dass soziale Netzwerke kein rechtsfreier Raum sind“. Was mag den Reporter wohl zu dieser Einschätzung bewogen haben? Sind Fotos von Personen mit Schusswaffen seit Neuestem verboten? Darf man solche nicht im Internet posten? Wirdhierdurch die Innere Sicherheit gefährdet?  In wie fern wurde hierdurch eine Nähe zu einem rechtsfreien Raum hergestellt? Sind Computer, Waffen und soziale Netzwerke eine  brisante Mischung für jeden Rechtsstaat. Oder hat der Reporter einfach nur versucht gängige Klischees zu bedienen? Persönlich sortiere ich diesen Artikel unter Medienmanipulation und Hysterie ein. Quellennachweis: [1] http://www.pnp.de/region_und_lokal/stadt_und_landkreis_passau/hauzenberg/878657_Da-rueckt-die-Polizei-an-Waffen-Foto-auf-Facebook-gestellt.html#653341047  
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