Schusswaffen in Behördenhand sind weniger gefährlich 12

In der öffentlichen Diskussion wird immer wieder die Meinung vertreten, dass Schusswaffen in privater Hand in einer Zivilgesellschaft verboten werden müssen. Vertreter dieser Meinung betonen auch immer wieder, dass Waffen ausschließlich in die Hände von Polizei und Sicherheitsbehörden gehören. Vertreter dieses Standpunktes unterliegen dem Irrtum, dass Polizei und Sicherheitsbehörden per se vertrauenswürdig und der Zugriff auf Waffen ausschließlich besonders zuverlässigen Personen und nur nach besonders strengen Regeln erfolgt. Hierbei unterliegen diese Leute gleich zwei Irrtümern: Einerseits sind auch Polizisten nur Menschen, die in Einzelfällen durchaus zu strafbaren Handlungen fähig sind oder gar psychische Probleme haben können. Andererseits ist der Zugang zu Schusswaffen für den dienstlichen Gebrauch in vielen Fällen weniger scharf kontrolliert als für Sportschützen und Jäger. Viele Polizisten können ihre Dienstwaffe nach Dienstschluss sogar mit nach Hause nehmen. Insofern ist das Risiko, dass Polizisten oder andere Sicherheitskräfte ihre Waffen missbrauchen genauso groß wie beim Legalwaffenbesitzer. Deshalb kann es nicht überraschen, wenn auch Polizisten oder andere staatlichen Waffenträgern sogenannte Amokläufe begehen. Nachfolgend soll deshalb die vermutlich unvollständige Liste solche Amokläufe durch Polizei und Sicherheitskräfte dokumentieren.

Polizist in Süd-Korea: http://de.wikipedia.org/wiki/Woo_Bum-kon

Polizist in Tansania: http://en.wikipedia.org/wiki/William_Unek

Oberleutnant der Chinesischen Volksbefreiungsarmee: http://en.wikipedia.org/wiki/Tian_Mingjian_incident

Gefängniswärter USA: http://en.wikipedia.org/wiki/George_Banks

Major, Militärpsychater US-Army: http://de.wikipedia.org/wiki/Nidal_Malik_Hasan

Wachmann, Südafrika: http://en.wikipedia.org/wiki/Bulelani_Vukwana

Unteroffizier Nepalesische Armee: http://en.wikipedia.org/wiki/Nagarkot_massacre

Marinesoldat, Russland: http://en.wikipedia.org/wiki/Russian_submarine_K-157_Vepr

Militärkadett, Australien: http://en.wikipedia.org/wiki/Julian_Knight

Exsoldat, Israelische Streitkräfte: http://de.wikipedia.org/wiki/Ami_Popper

Leutnant, Schwedische Armee: http://en.wikipedia.org/wiki/Mattias_Flink

12 thoughts on “Schusswaffen in Behördenhand sind weniger gefährlich

  1. Reply Germanicus08 Mai 26,2013 17:16

    Aus langjähriger Berufserfahrung weiß ich, dass es auch bei den Sicherheitsbehörden menschen gibt, denen man besser keinen Umgang mit Schußwaffen gestattet.
    Hinzu kommt, dass die Ausbildung bzw. das regelmäßige Training deutlich unter den Anforderungen liegen, die für einen Sportschützen obligatorisch sind.

  2. Reply Walter Roth Apr 8,2015 17:40

    Richtig.

    Es gibt in Deutschland eine Satistik die aufzeigt wie viel mit Behördenwaffen geschieht, und das ist nicht wenig.
    Gerade bei Beziehungsdelikten griff schon so mancher Polizist zur Waffe, und oder, er erschoss sich selber.
    Auch verloren gehen so einige Waffen, auch MP5 usw.

    Ich muss mal sehen ob ich den Link noch finde.

  3. Reply volkert Apr 8,2015 21:27

    An der Übermittlung des Links zum Mißbrauch von Behördenwaffen wäre ich in der Tat sehr interessiert.
    Besten Dank im Voraus.

    Grüsse
    volker t

  4. Reply Walter Roth Apr 9,2015 19:54

    Ja ich suche noch, hatte heute leider nur wenig Zeit, ….dafür aber einige hundert Links gespeichert……

  5. Reply Walter Roth Apr 10,2015 15:16

    Also, hab meine Links wieder mal durchstöbert. Leider einige gefunden die nicht mehr funktionieren und auch nicht mehr gespeichert sind.

    Trotzdem diese hier für den Interessierten zum stöbern und um den Faden aufzunehmen.

    Waffenmissbrauch durch Polizisten

    http://www.profilm.de/insel/archiv/polizei.htm
    Vielleicht kann man damit den Faden in der Sache nochmals aufnehmen. Die andere Statistik die ich hatte, die ist nicht mehr abrufbar, die Seite komplett vom Netz, da kommt nur noch ein Domainhändler

    Deutschland Statistiken.

    http://www.bka.de/nn_224658/DE/Publikationen/InternationaleStatistiken/IKPOKriminalitatestsstatistik/IKPOKriminalitaetsstatistik__node.html?__nnn=true

    Suicide in Kanada.

    Suicide waren ja auch ein Thema in der Schweiz als man 2011 die Waffen-Verbotsinitiative durchdrücken wollte.
    http://www.justice.gc.ca/eng/rp-pr/jr/index.html

    Hier noch was anderes, aber sollte man lesen.
    Zeigt sehr schön wie individuell die USA ihre Dinge regeln. Der „Kantönligeist“ in den USA.
    Hier geht es darum wer wie eine Bewilligung von Büro für Tabak und Feuerwaffen bekommen kann.
    http://www.internationalpolicesupply.net/ownmg.htm

    Und das ist noch interessant. Zitat Aus der Seite unter dem Link : ………It is interesting to note that since 1934, when machine guns, silencers, short shotguns/rifles began to be regulated, there has only been one case of a legally owned weapon being used in a crime – and the user was a police officer.

    Und wer neugierig ist wie viele Armeewaffen der Schweizer mit nach Hause genommen hat, nachdem er aus der Armeedienstpflicht entlassen wurde……. also da müsste doch einfach mehr Gewalt hergeben für unsere vereinigten Sozialisten….((((-:
    http://www.lba.admin.ch/internet/lba/de/home/themen/pers0/bewaffnung/stgw57.html

    Anzumerken wäre noch, das die Armee vor 2001 faktisch nichts Registriert hat.
    Und von ca. 1870 bis 2001 sind Millionen davon im Privathand übergegangen.

    Dazu eine kleine Anekdote.

    Im WK in der Schweiz musste man in diesen 3 Wochen immer auch eine Waffenmeisterkontrolle an der persönlichen Waffe vornehmen lassen.
    Die ganze Kompanie reinigte also an einem Nachmittag geschlossen ihre Waffen und der Kontrolleur aus den Zeughaus sah sie sich an.
    Mein Sturmgewehr 57 hatte ein kleines „r“ im Dienstbüchlein. Das heisst, der Lauf hatte eine kleine Beeinträchtigung / Rostflecken. Ich hatte in der RS mal eine Übung über 1 Woche und es regnete ununterbrochen. Ich war nur noch bemüht irgendwo im Wald, an einem Feuer unter einer grossen Tanne, meinen „Kämpfer“ = Tarnbekleidung, halbwegs trocknen zu kriegen.
    Die Waffe wurde nur noch …..Dauernass wie sie war, durchgestossen, was nicht so wirklich viel genutzt hat.
    Also, an dem einen Tag der Waffenkontrolle war ich mit dem Kadi ( Kompaniechef ) unterwegs und verpasste diesen „sehr beliebten“ Anlass. Darauf mussten einige Kollegen im Zug meine auch noch aufs gründlichste reinigen und vorführen. Die waren darob verärgert und nahmen alle ihr Stgw-57 und vertauschen die Teile untereinander.
    Als ich am Abend, es war der Donnerstag vor dem Ende des WKs, in die Unterkunft kam, hatte meine Waffe 5 verschiedene Seriennummern.
    Nur, ich bemerkte das nicht und die anderen waren bereits im Schlafsack.
    Ich aber brach am Freitag in aller früh auf um mein Fahrzeug abzugeben, während die anderen bei der Kompanie blieben und dort ihr abtreten hatten.
    Ich fuhr also um ca. 5°° los mit der Waffe …. die ja genau dort im Rechen stand wo ich sie ja immer hingestellt hatte.
    Als die anderen Aufstanden war ich weg….
    Ich gab mein Fahrzeug ab und Nachmittags um ca. 16°° war für mich dann der WK beendet.

    Nachdem ich zu Hause rein zufällig eine falsche Nummer an meiner Waffe entdeckte und nun alle durchsah, staunte ich nicht schlecht ob dem Sammelsurium. Was war da passiert…???
    Nun ja, am Samstag nochmals zur Kompagnie zu fahren war unangenehm, weit und hmmmm……..
    Ne Adressliste hatte ich auch keine…….

    Ich fuhr also Montags ins Zeughaus, das ist hier dort wo man zu klein gewordene Uniformen umtauschen kann, oder man verlorenes neu kaufen muss, und fragte dort ob sie mir die Adresse hinter einer der Nummern sagen könnten, da hätte mir wohl einer einen Streich gespielt und ich müsse das in Ordnung bringen.
    Ich erhielt die Auskunft, dass sie das nicht wüssten. Die persönliche Waffe sei nur im Dienstbüchlein des einzelnen Wehrmannes verzeichnet, ein Register existiere nicht……. Ich solle doch warten bis zum nächsten WK, dann würden sich die richtigen Teile schon wieder einfinden….(((-:
    Blieb mir nur, den Kompaniechef anzufragen, naja das wäre nicht soooo Ideal gewesen…….
    So ging ich halt nach Hause, ….. dort wartete jedoch schon einer meiner Kollegen aus dem WK auf mich.
    Der wusste wo ich wohnte, beziehungsweise er hatte es beim Fourier erfragt, brachte mehrere Stgw-57 mit und wir tauschten alle Teile wieder zurück.

    Tja, wer andern eine Grube gräbt……..(((((-:

  6. Reply volkert Apr 15,2015 21:05

    Merci vielmal…
    Gute Links.

  7. Reply Walter Roth Apr 20,2015 20:56

    Ich hatte doch auch was zum Thema Medikamente.

    Es gibt eine Statistik die nicht von der Regierung stammt, aber auf der der Frage nachgegangen wird, wer von den Amokläufern denn Medikamente intus hatte, als er die Tat beging.

    So viel ich noch weiss, haben die meisten der berühmten Amokläufer Psychopharmaka oder andere Substanzen genommen, gerade eben auch zur Tatzeit selber.
    Aber das ist eben auch ein Thema das gewisse Kreise gar nicht gerne diskutiert haben möchten, die Pharmamultis beispielsweise.

    Aber es fanden sich etliche Polizeichefs und Forensiker die das durchaus herausfanden und in den Berichten vermerkten, nur ignorierte man das sehr oft. Und es wurden oft Substanzen gefunden, die nicht eigentlich zur Gruppe der Psychopharmake gehören, von denen man aber den Verdacht hegt, dass sie eben die Psyche beeinflussen und extremes verhalten fördern.

    Ich habe ja schon gegen Waffengesetz-Verschärfungen mittels Fakten argumentiert, lange bevor es Blogs und Organisationen gab wie nun den von Katja Triebel, die das zugegebenermassen nun viel besser macht.

    Damals so um 2002 fing ich damit an. Ich habe die Informationen zusammengesucht und dann Konvolute daraus gemacht, sie 50 mal kopiert und verteilt.
    Leider hatte ich zwischendurch auch mal eine Festplatte mit Totalausfall usw…….

    Aber ich versuche mal ob ich das noch finden kann.

  8. Reply Walter Roth Apr 21,2015 09:41

    Her habe ich gerade noch interessante Zahlen für die USA gefunden.
    Der Link dazu funzt leider nicht mehr und die Quellen habe ich damals nicht separat festgehalten. Es dürfte sich um die Zusammenfassung der FBI Statistiken handeln.

    Trotzdem stelle ich die hier mal ein, den sie zeigen den Trend in den USA sehr gut und leicht überblickbar.

    Crimes per 100,000 population

    Total
    Violent
    Crime Murder Rape Robbery Aggravated
    Assault

    Year

    1991 = 758.1 9.8 42. 272.7 433.3

    2008 = 457.5 5.4 29.7 145.7 276.7

    2009 = 429.4 5.0 28.7 133.0 262.8

    Trend, 2008-2009
    -6% -8% -4% -9% -5%

    Trend, 1991-2009
    -43% -49% -32% -51% -39%

  9. Reply Walter Roth Apr 21,2015 09:44

    Autsch…………..

    Das System hier im Blog macht daraus leider einen zusammengedrückten Haufen Zahlen………

    Die Darstellung ist sehr unübersichtlich so……)-:

    Der letzte Punkt oben in der Zeile der Tatbestände hiesse ( Aggraved Assault).

  10. Reply Walter Roth Apr 21,2015 22:49

    Psychopharmaka und Amokläufe………….

    Also, ich hab die Links noch gefunden, leider mit dem selben Ergebniss, sie sind inzwischen inaktiv.

    Aber einen anderen habe ich noch…..

    ….den hier http://www.westernfreepress.com/2013/01/06/school-shootings-and-prescription-drugs/

    Zitat:

    School shootings and prescription drugs

    Christopher Cook | January 6 2013

    21 Comments

    Christopher Cook

    I confess that a potential link between mass shootings and prescription drug problems is not something I have researched in the past. It is a rather new area for me. The data below are not something that I present with surety, but rather with intellectual curiosity. Is there a link? Are we over-medicating our people, especially our children? Do certain medications have dangerous side effects for certain people? Can they trigger latent violent tendencies, or even cause people to commit acts of violence they otherwise would not?

    This list, from SSRI stories, is at least worth examining:

    What Drug Date Where Additional
    School Shooting Prozac WITHDRAWAL 2/15/08 Illinois ** 6 Dead: 15 Wounded: Perpetrator Was in Withdrawal from Med & Acting Erratically

    School Shooting Prozac Antidepressant 3/24/05 Minnesota **10 Dead: 7 Wounded: Dosage Increased One Week before Rampage

    und es gibt da noch eine ganze Liste……

  11. Reply volkert Apr 26,2015 09:36

    Sehr gut! Besten Dank.

  12. Reply Walther Roth Mai 18,2015 18:05

    Zum Artikel Amoklauf im Aargau….den man dort nicht kommentieren kann……………

    Der Täter war ein eingebürgerter Türke.

    Das ist der Grund warum die tat kaum Beachtung findet.

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