Friede den Waffen – Nachtrag zu „eine einfache Gleichung: Teil III“

Waffe für El Salvador Die ausufernde Gewaltkriminalität in El-Salvador ist in erster Linie der sozialen Kluft zu verdanken, die großen Teilen der Bevölkerung jegliche Zukunftsaussichten nimmt und schließlich in Banden- und Drogenkriminalität mündet. Nach einem grausamen Bürgerkrieg (1980 bis 1992) der früher ultrarechten Regierung gegen ultralinke Rebellen mit vielen tausend Toten und Vertriebenen mündete der politisch motivierte Krieg heute in einen sozialen Krieg. Dabei wird häufig ausgeblendet, dass viele der Waffen, die heute von kriminellen Jugendbanden benutzt werden von linken und grünen Weltverbesserern gesponsert wurden um den Guerilleros im Kampf gegen die rechte von den USA unterstützen Regierung zu helfen. Tatsächlich sammelte die TAZ unterstützt z.B. vom heutigen Bundestagsabgeordneten Ströbele Jahre lang viele Millionen Mark um den Rebellen den Kauf von Waffen zu ermöglichen [1],[2]. So können sich die Zeiten ändern: In den 80er Jahren hatten die Grünen und Linken keine Probleme oder Gewissensbisse Rebellen zu helfen Waffen für einen Bürgerkrieg in Mittelamerika zu subventionieren. Heute wenden sich die gleichen Leute vehement gegen den kontrollierten und lizenzierten Waffenbesitz in unserem Land , weil sie darin eine vermeintliche Gefahr für unsere Zivilgesellschaft erkennen wollen. Vielleicht treibt diese Leute ja auch nur das schlechte Gewissen um, denn schließlich tragen sie ja direkte Mitschuld daran, dass Waffen unkontrolliert in die Hände krimineller Banden in El Salvador gelangen konnten und vieltausendfachen Tot und noch mehr Leid verbreiten. Leider übersehen diese selben Leute dabei, dass der kontollierte Waffenbesitz in unserem Land anders als in El Salvador nicht zur Verbreitung von Tot und Leid dient, sondern vornehmlich sportlichen oder historisch-technischen Interessen. Quellennachweis: [1] TAZ: „Aufruf - Waffen für El Salvador“. TAZ Nr. 402 1980; http://www.taz.de/fileadmin/verlagsdateien/pdfs/titelseiten/Waffen_fuer_El_Salvador_3_11_80.pdf [2] Der Spiegel: „LINKE - Unheimlich breit“ Der Spiegel 19/1982, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14349904.html
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