Eine einfache Gleichung: Teil III – Die amerikanischen Verhältnisse

Häufig hört man im Zusammenhang mit Waffenbesitz und Gewaltkriminalität von den amerikanischen Verhältnissen. Gemeint sind hierbei stets die Verhältnisse in den USA mit dem in der Verfassung verankerten Recht auf Waffenbesitz und den daraus vorgeblich resultierenden Verhältnissen. Tatsächlich weist die USA mit 88,8 Schusswaffen auf 100 Einwohner die mit Abstand höchste Waffendichte weltweit auf [1]. Nach Meinung Vieler in Deutschland bedingt diese vermeintlich freie und allzeitige Verfügbarkeit von Schusswaffen die im Vergleich zu Deutschland hohen Mordraten in den USA. Viele sind sogar der Überzeugung, dass die USA das Land mit den meisten Morden mindestens aber mit den meisten Tötungsdelikten unter Verwendung von Schusswaffen ist. In diesem Glauben werden die Menschen auch durch die Medien, welche immer wieder über Verbrechen und Tote in den USA berichten. Dabei wird dieser Eindruck häufig auch durch zahlreiche Hollywood-Produktionen verstärkt, in denen die filmische Darstellung von Schiessereien quasi Programm ist. Tatsächlich weist die USA eine im Vergleich zu Deutschland fast sechsmal höhere Mordrate auf. Ob diese hohe Zahl an Morden tatsächlich dem Waffenbesitz geschuldet ist scheint zunächst plausibel zu sein. Wenn man jedoch nur ein wenig über die Grenzen der USA hinausgeht und z.B. die Verhältnisse in Mittelamerika betrachtet ergibt sich das in der nachfolgenden Tabelle und Grafik dokumentierte Bild. Morde vs Schusswaffenmorde MMittelamerikaMorde vs Schusswaffenmorde MMittelamerika v2 Trotz der im Vergleich zu den USA geringeren Waffendichte in Honduras, El Salvador, Guatemala und Belize deutlich geringeren Waffendichte weisen diese Länder extrem hohe Mordraten auch Schusswaffenmorde auf. Die Ursachen hierfür sind in der wirtschaftlichen Situation zu suchen, die als hoffnungslos bezeichnet werden muss. Außerdem werden weite Teile der Gesellschaft von internationalen Drogenkartellen kontrolliert, die wiederum den Nordamerikanischen Markt mit Kokain und Heroin überschwemmen. Über diese Länder, die kaum über nennenswerte wirtschaftliche Produktivität verfügen wird ein Großteil der Drogen geschmuggelt, die in den USA auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Es bleibt somit festzustellen, dass Menschen nicht deshalb kriminell und zu Mördern werden, nur weil sie Zugriff auf Waffen haben. Quellennachweis: [1] GunPolicy.org (Stand: 30 Mär 2013): http://www.gunpolicy.org/    
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